Sossusvlei

Es geht los – unser Roadtrip beginnt. Den Süden Namibias lassen wir aus. Uns interessiert hauptsächlich die nördliche Hälfte des Landes. Beginnen wollen wir heute an unserem südlichsten Ziel. Das liegt ca. 380 km von Windhoek entfernt.

Ich wusste, dass Namibia ganz viel Natur zu bieten hat. Aber dass es nach der Mongolei das zweite Land mit der dünnsten Bevölkerungsdichte ist, das hat mich doch überrascht. Im ganzen Land leben gerade mal 2,3 Millionen Menschen und Namibia ist fast 3x so groß wie Deutschland. Daher gibt es nur sehr wenige Städte oder Dörfer und die meisten Straßen sind aus Schotter. Wir lassen etwas Luft aus den Reifen, als wir die erste Gravel-Road erreichen.

Einfach genial diese Weite – uns kommt nur sehr selten ein anderes Auto entgegen. Hoffentlich bleibt unser Trip pannenfrei. 😉

Schon unser Roadtrip durch die USA hat sich wild und weit angefühlt, doch hier ist das noch extremer.

Wir entdecken riesige Baumnester. 

Und wir sichten die ersten wilden Tiere. Eine Antilopenherde. Kuhantilopen, wie ich mittlerweile erkennen kann.

Eher selten kommt man auch mal an einer Farm vorbei. 

Unsere Route führt uns über eine schöne Pass-Straße. Beeindruckend, die karge Landschaft.

Wir legen einen weiteren kurzen Foto-Stopp ein, als wir diesen kleinen Autofriedhof sehen. 

Wir sind mittlerweile in der Namib-Wüste. Diese zieht sich die ganze Westküste Namibias entlang. 

Wir freuen uns sehr als wir dann auch noch die schönen Oryx (Gemsbock) sehen. 

Wir haben uns für Afrika und die Tieraufnahmen sogar noch ein neues Teleobjektiv besorgt. So bekommen wir die Tiere nah ran. Das macht richtig Spaß. 🙂

Wir merken schnell, dass die Stecken hier nicht zu unterschätzten sind. Je nach Beschaffenheit des Schotters fährt man zwischen 30 und 80 km/h. Wir brauchen gleich 2 Stunden länger als gedacht, bis wir am Camp ankommen. Zum Glück sind wir frühzeitig losgefahren, denn zur aktuellen Jahreszeit wird es leider schon gegen 18:00 Uhr dunkel. Und bei Dunkelheit sollte man wegen den Tieren nicht mehr fahren.

Wir sind für 2 Nächte im Sossusvlei Oasis Camp. Die Campsites in Namibia kosten zwischen 20 und 40 Euro die Nacht. Viele Camps sind richtig cool, wie dieses hier. Man hat ganz viel Platz und Privatsphäre zum Nachbarn und teilweise sogar ein Sonnendach und ein eigenes Bad am Stellplatz. Und dabei umgeben von solch toller Natur. Genial. 

Das Dachzelt ist super schnell aufgeklappt. Sieht doch cool aus, oder? Wir freuen uns riesig auf die Campingzeit. 

Wir steigen am nächsten Morgen sehr erholt aus unserem Zelt. Die Matratze ist schön breit und dick und somit sehr bequem. Auch das zusammenbauen geht übrigens ganz schnell, man kann sogar die ganzen Bettsachen drinnen liegen lassen und zwischen der Matratze einklappen. 

Mit so einem schönen Sonnenaufgang steht man gerne auf. 

Unsere eigene Küche und Bad am Stellplatz. Heißes Wasser gibt es auch durch Solar.

Bei den Camper-Kosten wollen wir die Zeit möglichst gut ausnutzen und haben somit ordentlich Programm geplant.

Nach dem Frühstück geht es gleich auf einen Tagesausflug. Wir fahren heute durch den Namib-Naukluft Nationalpark. 

Hier sehen wir zum ersten Mal wilde Straußen – sehr cool.

Je weiter wir in den Park fahren, desto mehr Dünen türmen sich links und rechts vor uns auf. 

Beeindruckend. 

Manche Dünen darf man begehen und das machen wir natürlich auch. 

Die meisten Leute besuchen die Dünen wohl bei Sonnenaufgang. Außerdem ist noch Vorsaison und somit teilen wir uns den ganzen Sandberg mit nur einer Familie. Seht ihr die Familie im nächsten Bild? – Die kleinen weißen Punkte. Diese Dünen hier sind riesig und zählen mit zu den höchsten der Welt.

Puh, ganz schön anstrengend und heiß.

Doch es lohnt sich – toll ist die Aussicht von hier oben. 

Wir machen noch ein paar schöne Fotos am Fuß der Düne und fahren danach weiter.

Das letzte Stück Straße im Park ist nicht mehr geteert. Man kann gegen Gebühr einen Shuttle nehmen, wenn man kein Allrad hat. Wir lassen etwas Luft aus den Reifen und fahren unsere erste Sandstraße. 

Dann machen wir eine kurze Mittagsause und essen unser Lunch, welches wir uns am Morgen vorgekocht haben. 

Wir sind am Sossusvlei angekommen, das ist eine beige Salz-Ton-Pfanne, umgeben von Dünen.

Von hier laufen wir ein kleines Stück weiter zur Deadvlei – einer weiteren Pfanne.

Hier stehen alte, tote Baumstümpfe, die mit den Farben der Pfanne und den Dünen eine interessante Landschaft bilden. Anscheinend sind einige der toten Akazienbäume über 500 Jahre alt und verrotten nur sehr langsam, nachdem ein Trockenfluss seinen Lauf änderte.

Sieht schon echt toll aus – sehr speziell. Und auch hier sind wir fast alleine. Allerdings ist es jetzt am Nachmittag auch ordentlich heiß mit 40°C.

Wir schießen noch ein paar Fotos von der tollen Dünenlandschaft hier am Sossusvlei. 

Und dann geht es auf den Rückweg. 

Bevor wir auf der Teerstraße weiterfahren, muss wieder Luft in die Reifen. Dafür haben wir unseren eigenen kleinen Kompressor, welcher an die Autobatterie angeschlossen wird. 

Wir entdecken noch einen Springbock. 

Zurück im Camp wartet der heiß ersehnte Pool auf uns – mit einer kühlen Coke – herrlich. 

Danach in die Hängematte – so lässt sich`s aushalten. Toll, dass wir noch die Gelegenheit hatten, Hängematten aus Deutschland mitzunehmen. 

Wir machen noch etwas Sport, essen zu Abend, genießen den milden Campingabend und den üppigen, klaren Sternenhimmel. Nachts besucht uns dann noch einer dieser großen Oryx und kommt ganz nah an unseren Stellplatz. 🙂

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